Ressourcen: Woher nehmen und nicht stehlen?

Ressourcen-Dieb

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Ein Projekt soll durchgeführt werden. Nun stellt sich die Frage, wie wir das Projektteam zusammenstellen.

Nur wenige kleinere und mittlere Unternehmen verfügen neben der „Linie“ über eine zusätzliche Projektorganisation, in der Menschen bereit stehen, um bei Bedarf in Projekten mitzuarbeiten. Wir haben nur eine begrenzte Anzahl an Köpfen in der Belegschaft. Das bedeutet: Die meisten Unternehmen setzen Projekte mit einer Matrix-Organisation um.

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Strategien zur Ressourcenbeschaffung

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In einer Matrix-Organisation gibt es normalerweise zwei Strategien:

  1. Wir ordnen interne Mitarbeitende mit den benötigten Skills in das Projekt ab.
  2. Wir suchen für das Projekt am Markt Freelancer mit den benötigten Skills.

Beide Strategien haben Vor- und Nachteile.

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Externe mit den passenden Skills müssen wir finden, in das Thema einarbeiten und ins Projektteam integrieren, damit sie produktiv arbeiten können. Andererseits binden wir uns mit Freelancern nicht über die Projektlaufzeit hinaus.

Interne Mitarbeitende hingegen kennen die Themen, die Tools und die Personen und brauchen keine Einarbeitungszeit. Aber was passiert mit ihren anderen Aufgaben, falls sie nicht gerade ein anderes Projekt abgeschlossen haben und direkt zur Verfügung stehen? Nicht immer kann jemand anders diese Aufgaben sogleich übernehmen.

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Probleme mit der Matrix-Organisation

Hier entsteht oft eine Mehrfachbelastung:

  • Mitarbeitende beteiligen sich zusätzlich zu ihrem Tagesgeschäft am neuen Projekt.
  • Mitarbeitende sind gleichzeitig in mehreren Projekten tätig. Das ist besonders dann der Fall, wenn es sich um Personen mit herausragendem Wissen oder Können handelt. Viele Projekte fordern sie wegen ihrer speziellen Fähigkeiten an und konkurrieren um sie. Diese Personen haben Kopfmonopole inne.

Die Mehrfachbelastung hat negative Auswirkungen auf das Projektgeschäft. Konkret heißt das: Die Projektergebnisse verzögern sich.

Interne Mitarbeitende, die nicht ausschließlich für ein Projekt arbeiten, sondern daneben andere Tätigkeiten ausführen, werden zum Multitasking gezwungen. Multitasking ist schädlich für die Produktivität. Die immer wieder nötigen geistigen Rüstzeiten führen zu Verzögerungen.

Personen, die wegen ihres …

So veranstalten Sie Webinare, die im Gedächtnis bleiben

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Gute und schlechte Webinare

Mir gefällt das Webinar-Format. Oft kann ich mich bei Webinaren in kurzer Zeit tiefergehend über ein interessantes Thema informieren. Und ich erfasse die Informationen besser und umfassender, als wenn ich nur darüber lesen würde.

So habe ich viele hochwertige Webinare besucht. Aber ich habe auch schreckliche Veranstaltungen erlebt (und schnell verlassen).

Ich arbeite viel als Moderator und Sprecher; seit der Pandemie verstärkt im Online-Format. Deswegen weiß ich um die Faktoren, die darüber entscheiden, ob ein Webinar zu einer gelungenen Veranstaltung oder zu einem Desaster wird. 

Sie sind in der Rolle des Moderators? Sie wollen Webinare anbieten? Dann helfen Ihnen die folgenden Tipps, damit Sie Ihre Veranstaltungen erfolgreich machen.

Die Grundhaltung

Die Teilnehmenden melden sich zu Ihrer Veranstaltung an, weil sie sich einen Erkenntnisgewinn davon versprechen, oder das Kennenlernen von Gleichgesinnten. Vielleicht haben sie einen Geldbetrag bezahlt, um teilzunehmen. Wertschätzen Sie das und bieten Sie ihnen ein hochwertiges Webinar-Erlebnis.

Die inhaltliche Vorbereitung

Ein Webinar muss gut vorbereitet sein. Dazu gehört eine hochwertige Präsentationsunterlage, oder bei interaktiven Formaten ein Whiteboard-Tool, das alle statischen Informationen enthält.

Machen Sie sich den zeitlichen Ablauf klar. Wie viel Zeit wollen Sie für welche Informationen oder Diskussionen aufwenden? Erstellen Sie einen Plan. Die Zeit ist begrenzt, und viele Teilnehmer werden wegen Anschlussterminen Ihre Veranstaltung pünktlich verlassen.

Eine strukturierte Agenda mit den Zeiten für die einzelnen Blöcke hilft Ihnen, gut durch Ihr Programm zu kommen. Drucken Sie sie aus und legen Sie sie griffbereit hin.

Die technische Vorbereitung

Auch die Technik beherrschen Sie hoffentlich souverän. Sind Sie geübt im Umgang mit Ihrer Meeting-Plattform, sei es Zoom oder Teams? 

Wissen Sie, wo die wesentlichen Funktionen (Bildschirm teilen, Gruppenräume eröffnen, Timer setzen) zu finden sind? Können Sie sie auch bei höherem Adrenalinpegel unfallfrei bedienen? Üben Sie das vorher!

Die Durchführung

Wenn Sie eine Präsentationsunterlage verwenden, starten Sie die Bildschirmpräsentation in PowerPoint vor Beginn der Veranstaltung. 

Ich habe viele Webinare erlebt, bei denen die vortragende Person dem Publikum zunächst aus Versehen die Bearbeitungsansicht zeigte. (Darin waren auch die Notizen zu sehen.) Oder die Referenten-Ansicht. Oder das Mail-Programm mit dem Posteingang. Dann beginnt eine hektische Fehlersuche. In der Hitze des Gefechts dauert es viel zu lange, bis die …

Wenn Sie sonst nichts ändern – führen Sie wenigstens Retrospektiven ein!

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Skizzieren wir folgende Situation: Sie setzen mir – rein fiktiv, versteht sich – eine Pistole auf die Brust. 

Sie fragen mich, welches eine methodische Element ich für unverzichtbar halte, damit Ihre Organisation vorankommt. 

Meine Antwort wäre: Retrospektiven. Warum ich das sage, lesen Sie hier.

Retrospektiven sind aus dem Projektgeschäft bekannt. Im Kontext von agilen Methoden tauchen sie auch außerhalb von Projekten auf – in der Produktentwicklung, im Service, im Marketing. Denn die Erkenntnis setzt sich zunehmend durch, dass es nützlich ist, die eigene Arbeit zu reflektieren.

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Retrospektiven im Projektmanagement

Nach dem Abschluss eines Projekts ist es üblich, eine Retrospektive durchzuführen. Das dient dazu, aus den gemachten Erfahrungen zu lernen und die gewonnenen Erkenntnisse in künftigen Projekten einzubringen.

Das Team beleuchtet, was gut funktionierte und was schlecht lief. Welche Vorgehensweisen oder Hilfsmittel waren hilfreich? Was soll beim nächsten Projekt anders laufen? Welche Risiken sind eingetreten und warum?

Dieser Ansatz ist lobenswert. Aus Erfahrungen zu lernen, ist nützlich für eine Organisation. Aber er greift zu kurz.

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Der im Englischen benutzte Begriff “Post Mortem” zeigt es deutlich: Nach dem Abschluss („Tod“) des Projekts ist es für dieses Projekt zu spät, noch Korrekturen vorzunehmen. 

Aber das klassische Projektmanagement plant Aktivitäten weit im Voraus, kontrolliert und steuert den Projektverlauf mit vermeintlich genauen Gantt-Charts. Diese Kultur des Planens und Steuerns führt dazu, dass eine Retrospektive erst am Ende des Projekts notwendig scheint.

Das ist zwar nicht ganz schlecht. Immerhin liefert es Erkenntnisse. Aber es hilft dem abgeschlossenen Projekt nicht mehr.

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Wir befinden uns bei Projekten heute in der Regel in einem komplexen Umfeld, das nicht verlässlich planbar ist. Deswegen plädiere ich dafür, in Projekten wesentlich öfter Retrospektiven durchzuführen. Noch während sie laufen, und am besten von Anfang an.

Tut ein Projektteam das nicht, beraubt es sich der Möglichkeit, wichtige Erkenntnisse für seine weitere Arbeit zu gewinnen. Tut es das aber, kann es bei Bedarf umsteuern – zu diesem Zeitpunkt ist das noch …

Gestresst durch Multitasking?

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Das Phänomen Multitasking begegnet uns im Privatleben und bei der Arbeit. Wir brüsten uns sogar damit, wie Multitasking-fähig wir sind. Obwohl wir es eigentlich besser wissen.

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Multitasking im Alltag

Multitasking setzt uns unter Stress und lässt uns weniger produktiv sein. Und doch lassen wir es ständig zu. Wir haben vieles gleichzeitig zu erledigen. 

Am Ende des Tages fragen wir uns: Was habe ich heute geschafft? Habe ich die To-Dos hinbekommen, die ich mir vorgenommen hatte? Die Dinge abgearbeitet, die wichtig gewesen wären? Die Antwort ist häufig: Nein, es ist uns nicht gut gelungen. Oder nur auf Kosten unseres Nervenkostüms.

Selbst wenn wir im Multitasking-Modus viele Aufgaben erledigt haben, stellen wir zweierlei fest:

  • Zum einen, dass wir deutlich länger brauchten, als wenn wir uns konzentriert mit einer Aufgabe nach der anderen beschäftigt hätten.
  • Zum anderen, dass wir die Aufgabe nicht in der gewünschten Qualität erledigt bekamen. Hauptsache, sie ist vom Tisch. Denn: Mit vielen Tellern gleichzeitig zu jonglieren, versetzt unser Gehirn in eine Art Überlebens-Modus. Es versucht, die Gesamtlast der auf uns einstürmenden Dinge zu reduzieren und sich schnell der Stressfaktoren zu entledigen.

Diese Effekte kennen wir alle im täglichen Leben und wissen, wie schädlich sie für unsere Gelassenheit und für die Qualität der Ergebnisse sind.

Es existieren Methoden wie Getting Things Done oder die Eisenhower-Matrix, die uns helfen, nach sinnvollen Prinzipien zu priorisieren, das Multitasking zu überwinden und die wichtigen Aufgaben abzuarbeiten. Es ist nur nötig, sie konsequent anzuwenden. Gleichzeitig sorgen wir dafür, dass wir bei der Arbeit ungestört bleiben. Tun wir doch, nicht wahr?

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Multitasking in der Wissensarbeit

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In der Wissensarbeit ist es noch schlimmer. Wo wir es mit komplexer Denkarbeit zu tun haben, verstärken sich diese Effekte weiter.

Das Telefon klingelt ständig und unterbricht harsch jeden Arbeitsfluss. Das E-Mail-Programm zeigt fröhlich neu eingetroffene Mails an. Und, und, und.

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